BergParteiprogramm

das parteiprogramm der bergpartei, die "ÜberPartei" besteht aus:

1.
dem parteiprogramm der bergpartei (geänderte fassung per beschluss des landesparteitages vom 13.06.2006) und

2.
dem parteiprogramm der "ÜberPartei"

1.:
erhaltung bedrohter und schaffung neuer freiräume in berlin, wo kreativität und gemeinschaft ohne kommerziellen druck ausgelebt werden kann. förderung der vernetzung von gruppen, die solche freiräume organisieren.
weg mit der berliner linie !

einführung des existenzgeldes bei gleichzeitiger abschaffung aller anderen sozialreformen und förderung von weiterbildender arbeitslosigkeit in einer gegenwart, in der vollbeschäftigung für alle zunehmend illusion wird.

höchstbesitzbeschränkungen, nivellierung des erbrechts und abbau überflüssiger bürokratie bei gleichzeitiger personeller stärkung notwendiger bürokratie.

umwandlung des verteidigungsministeriums in zwischennnutzungs-und querfinanzierungsministerium.

radikale kraftstoffreform und ungehinderte entwicklung erneuerbarer energiegewinnung.
für jeden gefällten baum ein eingeschmolzenes auto.
radikale verkehrsordnungsänderungen zugunsten von fahrradfahrern und fussgängern.

ermöglichung und förderung von regionalen und umlaufgesicherten währungen, abschaffung des zinseszins.

gesetze zum schutz des öffentlichen raumes vor wirtschaftlichen interessen

änderung des bestattungsrechts und einrichtung konfessionsfreier friedhöfe und kirchen.

aufklärung über und abbau von gesundheitsschädlichen kulturellen zwängen

schulsystemumstrukturrierungen und förderung von freundschaft und freigeist statt konkurrenz und beurteilung

grösstmögliche transparenz von volkswirtschaft und wertschöpfung.

prämien für ärzte mit gesundgepflegten patienten statt prämien von der pharmaindustrie

private kinderbetreung durch personen mit kinderwunsch (kind auf probe)

einführung der bezahlten reisepflicht.

rettung der wasserschlacht auf der oberbaumbrücke.

förderung des formationstanzes.

austritt aus der nato.

aushöhlung der linkspartei von links unten.



2.:
Das Manifest ist ein Fest!
Es ist erschreckend! Die Welt ist aus den Fugen geraten. Wir leben in einem System. Ein System, in dessen Mitte dieGier nach Geld steht und das darauf aufbaut, dass jeder zuerst an sich denkt. Die Konzerne sind dessen heutigeHerrscher aber bestimmt nicht die Ersten. Sie halten das System zwar aufrecht, doch es ist viel, viel älter als sie.Gehen wir also an seine Wurzeln - in der Geschichte. Bevor alle Sachen irgendeinen Firmenname hatten oder dieautoverpesteten Innenstädte, grell beleuchtet von überdimensionalen Reklametafeln zu Mahnmalen der Sinnlosigkeitwurden. Datieren wir die Industrialisierung auf den Punkt, an dem die Maschine, bis dahin nur verlängerter Arm desMenschen, sich verselbständigte. Die Geister, die wir riefen. Doch nicht erst seit der Industrialisierung gibt es Macht.Erstaunlicherweise ist auch nicht Geld der Ursprung allen Leidens. Obwohl Es am bezeichnendsten ist fürKapitalismus. Schon viel früher schlug die Geburtsstunde der Unterdrückung.
Das markanteste Merkmal des Systems ist die Unterdrückung der Frau und dessen, was irrtümlicher Weise"weibliche Werte" genannt wird. Patriarchat und das System entstanden zur gleichen Zeit, etwa 2000 Jahre vor Chr.Oder auch vor 5000 Jahren? Damals gab es noch keine Kriege, also auch keine Gewinner, die ihre Geschichte hättenschreiben müssen. Uns Menschen gibt es zwar schon seit rund 3 Millionen Jahren. Aber erst seit wir die Erfahrungdes Subjektseins als getrennt vom Universum machen mussten und uns wiederfanden in fest definierten Ich-Grenzenwurde? die Frau nur ein Anhängsel des Mannes. Seitdem entwickelten die Herrscher immer raffiniertere Methoden,die Völker zu unterdrücken, bewusst zu manipulieren und auszubeuten. Was mittlerweile zur Perfektion gereift ist.Die technologisch entwickelteste Kultur ist eine der sozial ärmsten und geistig geradezu primitiv. Das, was vieleFortschritt nennen, hat die Welt an den Rande des Ruin getrieben.
Das System ist das Patriarchat.
Das Patriarchat ist das System.
Patriarchat heißt Männerherrschaft, Herrschaft ist demnach männlich. So auch die Werte, die diese Zivilisation zuverkörpern sucht, wie Vernunft. Die verkopflichte Gesellschaft schlägt sich in Bürokratie nieder. AggressivesVerhalten?, das Männern zeigen, ist auch Ursache für Krieg. Das System ist eine einzige Verklemmtheit, die Männervon Frauen trennt, Körper von Seele, Privat von Beruflich, Politik von Religion, Gut von Böse und nicht zuletzt dieArmen von den Reichen. Kapitalistische Widersprüche und Dualismus.

"Das Problem dieser Zivilisation ist, dass sie keine Alternative zu Auschwitz hat," sagte Heiner Müller. Wir würdenso etwas ja nie behaupten, aber Zivilisation ist eine Krankheit. Zivilisatorische Errungenschaften, wie Schulen,Krankenhäuser, Weltreisen, müssen neu begründet werden. Durch die Gründe, mit denen auch heute noch die"Primitiven" den Dschungel verlassen. Dafür ihre örtliche, religiöse und sexuelle Freiheit aufgeben müssen. BeimÜbergang vom Naturzustand zum Gesellschaftszustand hätte sich das Los keines einzigen verschlechtern dürfen. Ineinem auf Materialismus beruhenden Wirtschaftssystem aber, wo du nur bist, was du schaffst und besitzt; wo habensein ist und Menschen in nützlich und unnützlich eingeteilt werden, da gilt auch: Arbeit macht frei.

Mensch, geht's uns gut! ...verglichen mit dem Rest der Welt. Das System ist nicht der Gradmesser für den Grad derUnterdrückung. Wer nicht leidet, ist auch weniger dringend am Paradies interessiert als wer leidet. Das ist einDilemma in einem viel größeren Dilemma, dessen Konsequenzen sich erst in der dritten Welt besichtigen lassen.Doch auch wenn wir gerade nicht von Rassismus oder Sexismus betroffen sind, erleben wir tagtäglichen Terror:JEDEN Tag - auch jetzt ... leben wir in einer künstlichen, plastischen, falschen Welt, voll mit Parfüm, um deneigenen Geruch zu verstecken, perfekt genmanipuliertem Essen in fröhlich-bunten Verpackungen, aufblasbarenMöbeln, atemberaubenden Einkaufswelten. Perfekte Körper in schicken Klamotten; glückliche Yuppies nehmenoriginal Soft Drinks; altbekannte Werbung, wo Blut blau ist; Superheldenfilme mit großartigen Haarschnitten undund und. All die Fassaden, die wir gewohnt sind, all das konstruiert das System: Eine Art total vorgefertigter "WayOf? Life", den Menschen und natürlich die versklavten Tiere entlang leben müssen. Und der immer im Heim endet.Dazu versucht das System Gefühle, die Unwohlsein verursachen, mit hohem Aufwand zu unterdrücken.11. September 2001: Das Fass ist übergelaufen! Der American Dream, diese Allmachts-Sicherheits-Illusion? istgeplatzt. Und auch heute in dieser umbruchsreifen Zeit können wir wieder spüren: Es liegt etwas in der Luft. Und inder Krise sehen wir eine Chance.
Über die unzähligen Varianten des Erträglichmachens des Weltschmerzes haben wir modernen Menschen die Fragenach den ökologischen Folgen gar nicht erst gestellt. Dieser Blindheit folgte nach dem Zusammenbruch desRealsozialismus (der jede Hoffnung enttäuschte) ein allmähliches Erwachen und seit dem 11. Septemberapokalyptische Panik: Der Mensch wird in Zukunft wohl gezwungen sein, seine Bedürfnisse auf eher natürlicheWeise zu befriedigen.
Die Massenparanoia fängt sich zwar wieder in neue Illusionen, aber tiefgreifende Probleme schreien nachtiefgreifenden Entscheidungen und nicht nach der Schaffung neuer Illusionen.
Hallo, das Schuldenloch kann niemand stopfen. Dieses Finanzsystem ist unheilbar krank. Wir wollen ja nicht nochmehr Panik machen, aber machen wir uns perspektivisch darauf gefasst, das es bald zusammenstürzt - wenn wir alleetwas mithelfen: Macht da nicht mehr mit! Gebt einen Dreck auf das, was sie euch sagen! Verliert die Beherrschung!Entzieht ihnen den Gehorsam ... denen ... ja, äh, wer auch immer die Schuldigen sein mögen. Am Ende ja wir alle,die wir den Mächtigen die Macht über uns ja schenken.
Wir alle: Schuldig! Schuldig!! Schuldig!!! Die Armen sind nur arm, weil wir reich sind. Deshalb greift jetzt jeder inseine Tasche, nimmt das Portemonaie und spendet es! NEIN! Kein Ablasshandel. Lassen wir unseren Besitz hinteruns und sehen dem Ende ohne Angst, ohne Terror ins Gesicht. Dann sehen wir: Wir haben nur diese eine Welt.Mitbürgerinnen und Mitbürger, basteln wir uns diese Welt, wie sie uns gefällt. Wir werden wieder Häuser besetztenund unser Gemüse pflanzen, wir werden teilen, tauschen, saufen und uns vermehren (Unsere Bewegung mussgrösser werden)!
Dem Tod schnell ins Gesicht geschaut, leben wir nur einmal.
...und zu kurz für Kompromisse. Deshalb lasst uns schnell die Macht über unser Leben zurückzuerobern. Wir müssenunsere Freiheit mit Verantwortung füllen, sie nicht mit Sicherheit töten, nicht mit Stimmzetteln wegstecken, nicht anChefs verkaufen oder an Ehepartner versprechen.
Schluss mit dem patriarchalen Besitzdenken! Eine radikale Umverteilung muss stattfinden! Die Häuser denen, diedarin wohnen, die Werkzeuge denen, die sie benutzen, den Boden denen, die ihn bestellen. SOFORT!Lasst euch nicht terrorisieren, von nichts und niemandem. Das ist die frohe Botschaft: Fürchtet euch nicht! Habt - umHimmels Willen - keine Angst voreinander. Denn, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn gerade mal nichtunsere Revolution losbricht, weht ein kalter Wind in einer kalten Zeit. Also wärmt euch gegenseitig. Versteckt euchnicht in Sicherheit, kommt zueinander und gründet Kollektive!


Überzeugung? Die Mosaike des Masterplan`

Schalom! Wir haben den Kapitalismus abzuschaffen. Leute, die eine bessere Art des Zusammenlebens suchen undverdient haben, gründen diese Interessengemeinschaft. Wir laden alle Menschen ein, die ein kollektives Defizitverspüren. Denn welchen Namen man auch immer dem Ziel gibt, welchen Weg man auch beschreitet, welchenAspekt des Ganzen betont, alle wollen das Gleiche: Ein Mensch soll nicht durch einen anderen Leiden. Wir kennenviele liebe Menschen und wollen, das sie in Ruhe gelassen werden.
Das, was hier gerade besteht ist nicht schon deshalb legitim, weil es eben besteht, sondern muss sich erst ausweisenvor der Forderung nach der Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit, Solidarität ...
Das ist die wesentliche Vorraussetzung für jede Kritik an der Herrschaft. Wir wenden uns aber nicht nur gegen diese,sondern gegen Normativität und schon gegen Standpunkte schlechthin. Konstrukte wie Sinn, Geschichte, und dasSubjekt spielen keine Rolle.

Wir schreiben gerade ein Programm, damit wir uns angreifbar machen und ein gemeinsames Selbstverständnishaben. Eine Art Klassenbewusstsein. Das Bewusstsein, dass: Wir leben (und werden sterben)! Das an sich isteinzigartig. Aber haben wir eigentlich (bis dahin) die Berechtigung, ein so verschwenderisches undverantwortungsloses Leben zu führen? Im Versuch, Schuldgefühle in diesem Punkt in Zukunft abzubauen, begannenwir nachzuforschen und uns umzusehen. Wir wissen nun, das es möglich ist, alle Dinge zu produzieren, die wirwirklich brauchen, ohne dass Mitmenschen unter unwürdigen Bedingungen leben und arbeiten müssen.Ab einer bestimmten Stufe persönlicher Entwicklung hat man eigentlich keinen Bock mehr auf Politik. Somalletztendlich alles, aber auch nichts wirklich politisch ist. Denn es geht dabei um Zusammenhänge, abstrakte Systeme,statistische Meinung und gesellschaftliche Prozesse. Politik ist ein Ersatz für ganzheitliches Denken und vor allemFühlen und funktioniert meist durch Schuldkomplexe, die auf Feindbilder übertragen werden. Na toll. Politik hatauch mit Macht zu tun. Sie entsteht durch die Ohnmacht der Menschen für sich selbst zu denken und konzentriertsich bei denen, die nicht für sich selber sorgen aber dafür die Verantwortung für andere meinen übernehmen zukönnen. Ein Ersatz der unmittelbaren Verbindung der Menschen untereinander. Die Macht des Staates ist die allergefährlichste, da sie mit dem Anspruch auftritt, Ausdruck des allgemeinen Willens zu sein und die von ihr der Arbeitabgenommenen Reichtümer dem allgemeinen Nutzen zuzuführen. Sinn der Mächtigen aber ist, ihre Macht zuverteidigen. Mehr nicht. Während die eigentliche Aufgabe der Politik, unserer Auffassung nach Gerechtigkeit, denBach `runter geht, debattiert die Realpolitik um die Misere von Arm und Reich - unverschämt konsequent - herum.
Minderheiten, unterdrückte und isolierte Gruppen brauchen jetzt eine ÜberIdeologie, die sie über andere erhebt, umsich von der Masse abzuheben in etwas Gemeinsameren. Du auch? Sicher wird der Frust über die ständigen Angriffesystemkonformer Dummer zu einer LUST (spekulativer Bejahung), die aus der Opferperspektive übergeht zu dem,was das "Band der Verzweifelten" heißt und sich entlädt zu Taktiken, gegenseitigen Hilfsversprechen undWahrheiten, die der Regel widersprechen, die der hierarchischen Gesellschaft zu Grunde liegt. Von der sind wirausgeschlossen. Übereinstimmung mit sogenannten Wahrheiten anderer, die das Böse "Irgendwelche Gründe wirdes schon haben" entlarven können müssten, erzeugt Überheblichkeit, die sich zu dem Schutz gegen Angriffe mit "Dastehen wir drüber!" berufen fühlt. Das beruhigt nämlich ungemein.
Wie wir nun, die wir aus der Perspektive der Außenseiter die faschistoiden Züge, die dem deutschen Kleinbürgertumzuinnerst vorgezeichnet sind, erfahren mussten, darauf kommen, gerade einen stürmischen Debattierclub zu gründenund andere aufklären zu wollen, hat folgende Gründe: Einen irgendwie prophetischen Anflug und eine schamhaftverborgene pädagogische Ader. Oder der starke Helferkomplex, dem "Proletariat" das eigene Joch bewusst zumachen, auf dass arme Menschen ihre Situation erkennen, jedes Weh-Wehchen? auf das Zuspitzen kapitalistischerWidersprüche zurückführen und eine Revolution anzetteln. Also sind wir Revolutionäre in der Regel solche, die dieUngerechtigkeiten die ganze Zeit ertragen und in uns reinfressen, bis wir durchdrehen. Wenn wir aber sagen: "Esmuss etwas getan werden!" ist es nicht der Ausdruck bosartiger Absichten, die sich anderswo nicht austoben können.Wonach wir stets streben, ist das Auffinden des natürlichen Flusses. Und mit ihm müssen wir gehen.Zu jeder guten Ideologie gehört auch, um die historische Bestimmung zu unterstreichen, eine abgefahreneInterpretation der Geschichte. Eine unendliche Stärke beziehen auch wir aus der Gewissheit: Die Zeit ist auf unsererSeite und alle Gestirne sprechen dafür: Die Geschichte läuft unweigerlich auf das Goldene Zeitalter hinaus. Wer dergeschichtlichen Verantwortung nicht gerecht werden kann, betrügt sich selbst und andere und zieht sich schließlichin eine Ecke zurück. Diejenigen, die eine große historische SEHNSUCHT und Behauptung in sich tragen, haben inder Geschichte eine unerschütterliche Stellung und können nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden.Letztendlich aber können wir nur an uns - die Menschen - glauben. Zeit macht dabei keinen Unterschied. Weil: Wirmachen den Unterschied!
Nicht die Organisation, sondern der "Lifestyle", der Charakter und die Existenzweise jedes einzelnen Mitgliedesbestimmen das Schicksal, das uns ereilen wird. Das erscheint der einzige Weg.
Wir haben zwar die Hoffnung, das sich das Denken der Menschen über sich ändert, denn ansonsten würde derMensch unter den Problemen, die er sich angehäuft hat, umfallen. Doch nur, wer Pessimist genug ist, die ganzeGröße der Gefahr zu erkennen, hat überhaupt die Möglichkeit, an ihrer Abwendung mitzuwirken.Da alles einem bestimmten Prinzip folgt, kann man sich zu jedem x-beliebigen Mist mit dem Ideologie-Selbst-Baukasten? des aufgeklärten, reflektierten Geistes eine passende Ideologie basteln. Auf die Gefahr hin, das die Ideedes Rechts nur aus rechtlosen Umständen resultiert und somit unsere Ideale von Freiheit und Unabhängigkeit (diesekomplexen Vorstellungen gehen zurück auf die religiöse Idee des freien Willens) nur das Gegenteil der herrschendenUnterdrückung sind, schufen wir uns besser ein Fundament, wo keines ist. Durch das radikale Reduzieren vonKomplexität. Die nihilistische Antihaltung wird automatisch zur Ideologie. Und rastlos suchen wir nach dergrundlegenden Versöhnung, die Gespaltenes wieder heil macht.


wähle deine Unterdrücker!


Zum Demokratieverständnis und unseren Aufgaben Jedem Recht getan, ist ein Ding, das keiner kann?

Unsere Aufgabe ist es hauptsächlich, zur Meinungsbildung beizutragen.
Wir bekennen uns zur Demokratie, auch wenn diese den Problemen unserer Zeit nicht entsprechend radikal undkonsequent begegnet. Geht alle Macht vom Volke aus? Nimmt man "Demokratie" wörtlich heißt es Volksherrschaft.Alle hätten Macht. Es gibt keine Hierarchien und keine Vertreter. Und genau solch eine Demokratie wollen wir.Wir wollen es zwar auf uns nehmen die Fehler, die gemacht wurden, auszubügeln, aber ohne dem altenausgetrampelten Weg zu folgen, der uns ja hierher gebracht hat. Wir sind keine Avantgarde - das Bewusstsein einergesellschaftlichen Gruppe. Niemand hat es nötig, repräsentiert zu werden.
Wir wollen nicht das Elend verwalten, wir wollen die Umkehr bringen! Jedoch sehen wir dafür im Parlamentarismusnicht ganz das richtige Mittel. Wir bleiben die Opposition von der Straße.
Parteien, Verbände und kleinere Organisationen, die mit und in den Apparaten Veränderung durchzusetzenversuchen, werden gründlich desillusioniert. Vielmehr zeigt sich, dass die Technokratie sämtlicheEntscheidungsfelder besetzt. Technokratie, die Herrschaft von Fachleuten, blockiert Meinung, Bürgerwillen unddamit wesentliche Lebensgefühle. Unter dem Vorzeichen allumfassender Sachkompetenz konnte sogar der Zügelzwischen Befehl und Gehorsam wieder straffer angezogen werden.

So erschreckend unglaublich es auch ist: Auch dieser Staat wurde mal im Zuge einer Revolution gegründet und mitspendablen Idealen wie Unversehrtheit und Freizügigkeit versehen. Dass davon nicht viel übrig blieb, zeigt, dassRegierungsformen - wenn sie fortdauern - in immer stärkerem Maße zu aristokratischen Formen tendieren. Es gibtkeine Regierung der Vergangenheit, von der bekannt geworden wäre, dass sie diesem Muster nicht entsprach. Undsobald die Aristokratie sich ausbreitet, tendiert die Regierung immer mehr dazu, lediglich die Interessen derherrschenden Klasse zu vertreten - ob sie nun auf erblichem Adel oder Vormachtstellungen finanzieller Mächteberuht.
Die Macht vollzieht ständig und von Natur aus Totalisierungen. Deshalb ist es wichtig, das nach DER Revolution dieBürger ihre neu gewonnene Freiheit nicht gleich wieder abgeben. Trotz und wegen der Wankelmütigkeit der Masse,brauchen wir permanente Revolution. Keine Frage, dass die Geschichte wechselhaft verläuft. Aber jeder Versuch,ein System zu entwerfen, das nicht zerfällt, wäre - wie Kapitalismus - von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Eswürde uns immer etwas fehlen. Außerdem sind wir dazu viel zu faul und wollen die Macht nur zerstören. Die Weltverändern, ohne Macht zu übernehmen. Entscheidungen dürfen nicht über die Köpfe von Anderen hinweg getroffenwerden, sondern so nah an den Betroffenen wie möglich - von ihnen selbst. Entweder ist eine Reform von Leutenerarbeitet, die sich für repräsentativ halten und sich einen Beruf daraus machen, für andere zu sprechen (in derenNamen), dann ist sie eine Unternehmung der Machthaber und die Repression wird ausgeweitet. Oder es handelt sichum eine Reform, die von den Betroffenen selbst verlangt wird, dann ist es eine revolutionäre Aktion, die bereitsaufgrund ihres partiellen Charakters dazu bestimmt ist, die Totalität der Macht und ihre Hierarchie in Frage zustellen.
Der Übergang in eine klassenlose, herrschaftsfreie Gesellschaft ist also die wahre Kunst.Der Staat ist aus seiner unspontan bürokratischen und militärisch strukturierten Natur heraus Teil des Problems undkann für solche Entwicklung keine Hilfe sein, außer die rechtliche Grundlage schaffen und seine letztendlich letztenMittel - Steuern, Subventionen und Polizisten - locker machen. Der Staat ist doch nicht die Gemeinschaft! Und auchdie Wirtschaft soll mal nicht so tun, als wäre sie die Sonne, die alle Energie spendet.Total von unten her organisierte Bürger müssen ihre Verantwortung dem Staat entziehen und - soweit es geht -unabhängig von staatlicher Unterstützung werden, indem kollektive Aufgaben den lokalen Gruppen übertragenwerden. Nicht der Pyramide der Herrschaft, sondern dem Kreis der Gemeinschaft.Und mehr als das müssen wir uns auch der Verwertung entziehen. Die neoliberale Globalisierung hat Nischen.Aus Subkultur, alternativer Lebensweise und auch auf wirtschaftlicher Basis Chef-freier Kollektivbetriebe in vorerstparallel zur Privatwirtschaft existierenden Netzwerken von Tauschbörsen, "Fairtradeunternehmen" und Eine-Welt-Läden? ... wollen wir eine komplette Parallelgesellschaft stricken.
Das Lebensmodell - einfach leben, solidarisch und ohne Profitgier handeln, miteinander teilen nicht aus Zwang,sondern aus Freude, verantwortungsbewusst, aufmerksam und liebevoll mit der Schöpfung umgehen - diesesModell, das von uns in schwierigen und spannungsvollen Zeiten gelebt wird, bietet ohne Zweifel die beste, vielleichteinzige Überlebenschance für viele Teile unserer Erde.
Wir glauben darüber hinaus nicht, dass gerade unsere Ideologie viel ändern wird, oder irgendeine. Was auch nichtmehr zu wünschen wäre.
Vielmehr sind es die kleinen praktischen Dinge, die das Leben der Menschen betreffen und vielleicht irgendwanngrößere Ausmaße annehmen. In kleinen Gruppen, von unten her; von den Verhältnissen der Menschenuntereinander.


Revolution? Ohne Liebe und Sinn für Humor, haben wir dem Bestehenden keine Alternative mehr anzubieten.

Es bleiben nur noch die Fragen wie, und vor allem warum das System funktioniert. Ein System funktioniert - nur insich logisch - reibungslos.
Wir leben in einer zweigeteilten Gesellschaft. Die Klassen sind nicht deutlich zu erkennen. Aber dennoch sind dieMeisten von einem Lohn abhängig. Und da niemand das bekommt, was er eigentlich erwirtschaftet, muss esirgendwo auch die herrschende Klasse geben. Aber von der Ausbeutung des Anderen profitiert jeder von uns. Jederist Ausgebeuteter und Ausbeuter zugleich. Kapitalismus ist also keine Verschwörung von Wenigen, sondern erfunktioniert, weil wir funktionieren. Vertrieben wir nur die Herrschenden, bliebe das Machtvakuum und sie wüchsennach wie die Köpfe der Hydra.
Warum stehlen denn die Hungernden nicht oder streiken die Ausgebeuteten?Warum kämpfen die Menschen um ihre Knechtschaft, als ginge es um ihr Heil??Sich alleine zu fühlen und nicht genügend Informationen über die genaue Funktionalität des Systems zu haben, hältuns auf, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen.

Sind wir überhaupt fähig, in der Gesellschaft unserer Träume zu leben? So selbstverantwortlich die Freiheit zunutzen, dass kein Machtvakuum entsteht? Es wird deutlich, dass eine Persönlichkeitsänderung nötig geworden ist.Die Front verläuft nicht mehr zwischen links und rechts der Barrikade, sondern zwischen denen, die sich treugeblieben sind und denen, die ihr Denken und Fühlen den Sachzwängen und Anforderungen unterordnen.Unser Ziel ist es, die Basis von Isolation und Konditionierung zu untergraben und das System der Sonnenuntergangs-Mentalität? zu durchleuchten und zu recyceln.
Das System kann nichts dagegen tun, wenn wir uns unserer Selbst bewusst werden, die gemeinsamen Möglichkeitenerkennen und damit aufhören, uns gegenseitig anzugreifen und auszunehmen. Es wird überflüssig!Wenn die Grenzen der Identität verwischen, wodurch sollten wir uns denn unterscheiden? Die Welt gehört uns undes liegt in unserer Hand, was mit ihr wird.
Wie sollten wir, wenn wir unsere Situation erkannt haben, aufzuhalten sein?


muss man sehen können

Steuerpolitik Manches ist mit Worten nicht zu erreichen.

Freiheit ist nicht, mit einer Harley über den Highway zu brettern, sondern:Verantwortung.
Und mit ihr kommt auch die Neigung sie loszuwerden. Alle Beide. Als Verursacher von Müll trägt man dieVerantwortung - nur so als Beispiel - oder für Schnee und Blätter auf dem Bürgersteig vorm Haus. ImAmeisenhaufen? Berlin jedoch ist dafür die BSR -Kolonne verantwortlich.
Mit den Steuern haben wir unsere Freiheit an den Staat verkauft.
Die BSR hat - in dieser Form - nichts mehr mit Arbeitsteilung zu tun. Denn sie wären dann ja nur eineInteressengemeinschaft von Leuten, die "sauber" machen und Bäume pflegen würden. Aus dem inneren Bedürfnisheraus, die Umwelt auch außerhalb der eigenen vier Wände zu verändern. Verantwortung ist das der Machtentgegengesetzte Prinzip. Verantwortung verwandelt Abhängigkeit vom System und von Leuten in orangenenKitteln, die sich um dich kümmern, in selbstbestimmtes Leben. So haben wir uns das zumindest gedacht. Doch wersich nicht bewegt, der spürt auch seine Fesseln nicht. Wussten wir, was Leben ist, merkten wir auch eher, was unsdavon abhält. Wir Menschen sind mit der Gabe der Freiheit einfach grenzenlos überfordert. Die vielenMöglichkeiten machen jede Entscheidung beliebig und dadurch unauthentisch.
OK. Jedenfalls, wenn du über die Dächer einer Großstadt oder in die Sterne schaust - dir eben mal tierisch kleinvorkommst, wie eine Ameise, verstehst du, dass diese individuelle Freiheit nur ein Stadium der Einsamkeit ist.Der westliche Individualismus und seine Vorstellung von Freiheit, hat dazu geführt, das wir uns alsHauptdarsteller/in und die anderen nur als Statisten sehen - im Film des Lebens. Und natürlich gucken alle hin,wenn wir uns auf ein Podest stellen, was wir tagtäglich probieren, als Zeichner, Musiker, Schriftsteller,Lottospieler oder Welt-ein-bisschen-Verbesserer? Auto, Haus Kinder - die grossen Träume eben, die uns wachhalten, an die wir uns hängen, für die wir uns abstrampeln, oder eben aus eigenen Lebenswillen heraus. DerIch-Kult? lähmt die Bewohner westlicher Industrienationen, gleichwohl er die Konzerne prächtig verdienenlässt.
Denn wir werden ausgenutzt, als wären wir Bauern im Schachspiel der Freien Marktwirtschaft, und diese Träume,für die wir uns so abstrampeln werden immer an einem feinen Faden hängen, bis wir sterben oder wir sie vergessen,wenn wir nicht endlich anfangen, gemeinsame, alternative Perspektiven zu entwickeln.Freiheit bedeutet nicht Begnügen und Vergnügen, sondern Verantwortung und großen Zusammenhalt!Die Notwendigkeit eines Staates kann nur auf einer Annahme ruhen: Der Mensch sei "von Natur aus" schlecht,bräuchte Überwachung, Kontrolle, Bevormundung, Polizei und Knäste.
Doch kannst du einen Menschen nennen, in dem sich Gott je zuhause gefühlt hätte? Eine Zeit? Einen Ort? Es gibtwohl auch nix im Kosmos, das total gut oder total böse ist. Immer sind es nur Bewegungen. Und so möchten auchwir nur ein Teil davon sein. Denn Freiheit ist nichts. Befreiung ist alles.


Bildung Der postmodern provozierte Geschichtsverlust sollte unsere Dankbarkeit nicht daran hindern, das LebenHilfloser? als kollektive Aufgabe wahrzunehmen.

Disziplin dient insgeheim meist der Unterdrückung. Sie wurde nicht zur Befreiung, sondern aus Gründen derBegrenzung geschaffen.
Wenn wir eine bessere Welt wollen, brauchen wir schlaue Kinder und keine hilflosen kleinen Wesen, die unterDruck gesetzt werden, um Leistungen zu erbringen. So, Buch zu! Wir wollen es wissen! Wir wollen die Wahrheit!Politiker, das können Leute wie wir alle sein. Aber Lehrer müssen die meiste Verantwortung in ihrem Beruf tragen.

Es gibt zum Beispiel Schulen, wo Lehrer sich ihre Autorität bei den Schülern mit Wissen verdienen, ihr Verhältniszu ihnen nicht auf Schulpflicht und Kohlemachen aufbaut, sondern in dem Bedürfnis der älteren Generation liegt,ihre Erfahrungswerte an Jüngere weiterzugeben. Was Interesse weckt und Neugier. Am wichtigsten ist die geistigeSeelenbildung und nicht, Gehorsam zu reproduzieren. Ein Kind zu fördern ist weit mehr, als seine bloße Ernährungund Beschäftigung. Das Fördern inneren Wachstums ist ein viel zu komplizierter Vorgang, als dass er vonirgendeinem Instinkt oder einer Institution gesteuert sein könnte. Viel Aufmerksamkeit sollten Eltern und Politikerden Kindern schenken. Es gibt keine bessere und letztendlich andere Möglichkeit, einem Kind beizubringen, dass esein wertvoller Mensch ist. Dementsprechend geht es dann mit seinem Leben, dem anderer und der Welt um.Die Eltern wissen intuitiv noch am ehesten, was für ihr Kind "am Besten ist" und sollten viel, viel Zeit mit ihnenverbringen. Die Kitas sollen zu Kinderläden umstrukturiert werden, die die Verwandten selber betreiben.Es reicht nicht, den Umgang mit Kindern in wöchentlichen Kursen zu erlernen. Grundsätzlicher Respekt vor jedemLebewesen als ebenbürtig und der ständige Kontakt zum eigenen "Es" sind die Schlüssel zu einer kinderfreundlichenPolitik.
Die Kinder gehören uns nicht, auch nicht unsere eigenen. Es sind Töchter und Söhne des Lebens` Verlangen nachsich selbst. Wir können ihnen unsere Liebe geben, aber nicht unsere Gedanken. Denn sie haben ihre eigenen. Siewohnen im Morgen. Wir dürfen sie uns nicht gleich machen, denn das Leben läuft ja nicht rückwärts. Die Praxis desErwachsenwerdens verläuft in vielen kleinen Schritten, mit vielen kleinen Sprüngen ins Unbekannte. Die vielenTabus, Diskriminierungen, Regeln und Verbote nehmen das Lernen durch das "Versuch und Fehlschlag" - Prinzipvorweg und machen unsere Kleinen unmündig. Autoritäre Strukturen in der Schule und Zuhause treffen diewehrlosen und rechtlosen Kleinen am stärksten. Wer dem selektiven Druck nicht Stand halten kann oder will, wirdvon dieser Gesellschaft brutal ausgegrenzt, abgestempelt und diskriminiert. Nur die "Schönsten", "Besten" undRücksichtslosesten erreichen etwas. Die zum Verlust ihrer Kindheit, zu Besitzdenken und Wirtschaftswachstumdressiert werden.
Eine Erziehung zur Unfähigkeit zu lieben. Eine Erziehung zum Liebesentzug. Eine Erziehung zu Ersatzbefriedigungvon Liebesbedürfnis durch Massenkonsum; Eine Erziehung zu Kommunikation und Aufmerksamkeit durch Medien.Es ist zum Fürchten, mit was für Vorbildern die Medienwelt den Heranwachsenden auflauert, die den arbeitendenEltern zur Entlastung dienen soll. "Erziehung" ist Sache von Verwandten, die das Kind als Eigenes oderGemeinsames lieben und vorbildlich zum eigenständigen Leben begleiten. Oft scheint vergessen, was die einfachsteArt des Lernens ist: Das Nachmachen von Vorbildern. Ein nicht ganz unpolitischer Faktor, denn das Problem dabeiist nun, dass die ganze Menschheit einerseits noch total kindlich, unverantwortlich und unselbständig ist undandererseits extrem kinderfeindlich.
Architektur und Produktionsweisen lassen keinen Platz für Kinder.
Äußerlich scheinen sie vielleicht wie erfolgreiche Erwachsene, doch die meisten dieser "Erwachsenen" bleiben biszu ihrem Tod psychisch Kinder, die sich nie wirklich von ihren Eltern und von der Macht, die Eltern über sie hattengetrennt haben. Nur Wenige haben ein erkennbar persönliches Leben entwickelt. Alles an uns scheint aus zweiterHand zu stammen, sogar unsere Gefühle. In vielen Fällen müssen wir uns sogar auf Informationen aus zweiter Handverlassen, um überhaupt funktionieren zu können. Langsam, aber beharrlich lassen wir uns enteignen- von unsererSprache, von unseren Gedanken und von unseren Gefühlen.
Autoritäre Charaktere sind während ihrer Erziehung dressiert worden, mussten ihr Lustempfinden und ihre Triebeder Realität und den vorgegebenen Sachzwängen unterordnen, ohne für sich diesen wichtigen Konflikt lösen zukönnen.
Das Grundgefühl eines sterilen, vorgeplanten, vorher bestimmten Lebens - vorausgesetzt, man ist auf derGewinnerseite- hat alle Menschen nachhaltig geprägt. Unterschiedlich sind hingegen nur die Formen, wie derEinzelne den Widerspruch zwischen Gefühl und Erfordernis verarbeitet. Die Einsicht, das sich der Mensch alshöchstes Rechtsgut den Sachzwängen der technologischen Diktatur von Raum und Zeit bedingungslos zu beugenhabe löst überall tiefe Verbitterung, Ohnmacht und Resignation aus.
Allenthalben leiden Menschen an unterentwickelten Lebenstrieben, quält uns innere Leere.
Die Jugend, die hilflos und wütend mit ansehen muss, wie ihr Freiheitsspielraum und ihre Zukunftschancen immerkleiner werden, wehrt sich zunehmend gegen ihre Bevormundung. Da es für sie aber keine erziehungsfreien Ortegibt, bleibt für viele nur noch das Leben auf der Straße. In der jungen Generation wird der Club zum Zuhause unddie Clique zur Familie. Viele bewegen sich zwischen Kriminalisierung und Selbstzerstörung. Sie halten den ganzenErziehungswahnsinn, Elternkrach, Leistungsdruck, Ämter- und Bullenstress, Schulden, Mobbing und Denunzierungeinfach nicht mehr aus.
Ob nun städtische Subkultur, Landkommune, Sekte, Selbstmord oder Drogenkonsum - je eindimensionaler Manager,Politiker, und Funktionäre dieses Land verwalten, desto mehr Jugendliche werden sich hier freiwillig ausbürgern.

Schon längst eine praktische Antwort.
Die lange Nicht-Beteiligung? an "demokratischen Prozessen" war keine Entpolitisierung unserer Generation, sondernwar unsere Art, Politik zu betreiben. Die weitverbreitete Behauptung, Jugendliche seien geradezu unpolitisch, undhätten sich ich-bezogen in eine Traumwelt abgekehrt, trifft nicht zu. Eine junge Generation, die sich in ihrenSelbstwertgefühl bedroht sieht, hat ausgezeichnete Antennen für Macht und Unmacht. Ihre Sensibilität istausgeprägter, um Unterdrückung, Elend oder Leid nachzuempfinden, als bei den ausgebufften Profis, die für siezuständig sind. Die Veranlagung, die alten Umstände zu hinterfragen gibt es nicht ohne Grund. Diese Phasezwischen Kindheit und Erwachsenenalter gibt es zum Beispiel in Naturvölkern nicht, da es so etwas wie Erziehungdort nicht gibt.
Jedem sollte freistehen, mit wem und zu wie vielen man eine "Lebensgemeinschaft" eingeht. Eine Chance, ehrlicheBezugsgruppen aufzubauen.
Wir wollen gleichzeitig aus Familien flüchten und keine der angebotenen pädagogischen Hilfen annehmen. Wirkönnen nicht genug beteuern, wie zentral uns diese Angelegenheit ist.
Unsere Suche nach dem Paradies ist die Suche nach der verlorenen Kindheit. Der Versuch, den überfüllten Verstandseiner Schattenseite, der Fantasie, dem Gefühl und der Spontanität wiederzugeben.

muss man sehen!


Gesundheit Mehr Vertrauen in die Selbstheilungskräfte!

Saubere Natur und gesunde Lebensweise, das heißt: Tiefe Atmung, viel Bewegung, gute Ernährung, Gleichgewichtdes Seelenlebens und Zusammenhalt der sozialen Bezugsgruppen sind die Grundlagen für "körperlicheUnversehrtheit".
Mit einem Haufen Pharmazeutika, die Menschen das Bewusstsein dämpfen, Probleme verdrängen, zerstreuen, denHeilprozess verlängern und nur hohe Kosten verursachen, wird versucht, Krankheiten zu begegnen.Zu dem, was von Akupunktur bis Naturheilkunde an einfachen traditionellen Heilmethoden erhalten geblieben ist,bräuchte die etablierte chem./techn./chirurg. Schulmedizin nur eine Ergänzung sein.
Auch aus gesundheitlichem Standpunkt taugt die kapitalistische Gesellschaftsform also nicht.Viele Krankheiten werden durch industrielle Umweltverschmutzung und Arbeitsverhältnisse, Stress, Junk Food,allgemein falscher Befriedigung von Grundbedürfnissen und konkurrenzbedingter Isolation verursacht.Für uns ist es normal geworden, verärgert zu sein, gewalttätig, verwirrt, nicht die richtigen Reaktionen auf andere zuzeigen. Denn wir leben auf engem Raum miteinander und das Leben beinhaltet auch Hass. Psychologisch gesehen:eine Geisteskrankheit wie Paranoia, Schizophrenie, nervöse Krise, Depression ... eine lange Liste.Die meisten psychotherapeutischen Patienten und Nichtpatienten - da die Neurose eher die "Norm" als dieAusnahme ist - haben ein Problem damit, der Realität des Todes klar und gerade ins Auge zu sehen, ob sie nun jungsind oder alt. Wenn wir mit dem Wissen leben können, dass der Tod uns ständig gegenwärtig ist (und das ist einhoher Anspruch, den wir da hegen), dann kann der Tod unser "Verbündeter" werden, noch immer furchterregend,doch ständig eine Quelle weiser Ratschläge. Mit dem ständigen Bewusstsein der Begrenzung unserer Zeit voll zuleben und zu lieben, können wir uns immer den bestmöglichen Gebrauch von ihr machen. Wenn wir aber vor demTod zurückschrecken, vor der sich ewig wandelnden Natur der Dinge, dann scheuen wir auch zwangsläufig vor demLeben zurück und erkranken daran. Die Neurose ist ein Ersatz für legitimes Leiden. Die Neigung, Problemen undden ihnen innewohnenden gefühlsmäßigen Leiden auszuweichen, ist die Ursache aller menschlichen seelischenKrankheiten. Also nicht Leiden, sondern das ständige Vermeiden von Leiden macht uns krank.Neue Kliniken und "kleine Helfer" bekämpfen nie die wirklichen Ursachen.
Doch wer in unserer Zivilisation als sozial angepasst gelten will, übt sich darin, Leiden zu verstecken. Zugrunde liegtdie Phantasie, das Leiden in Schach halten zu können, wenn man es sich und den anderen nicht mehr zeigt. So etwaskann nur funktionieren in einer hysterischen Gesellschaft, in der vorwiegend das gilt, was äußerlich zu sehen ist.Man einigt sich gemeinsam darauf, welches Spiel zu spielen ist. Man spielt mit und reagiert bei anderen auch nurdarauf, was sie spielen. Die Vorschrift lautet, Munterkeit und Zuversicht zu mimen. Man erscheint nur mitlächelndem Gesicht und sieht um sich herum auch lediglich strahlende Mitspieler... Es verliert an Bedeutung, wieman wirklich ist. Entscheidend ist, wie man ankommt, wie man sich verkauft, was einem "abgenommen" wird. Wererfolgreich sein will, darf nicht leiden. Denn wer kaputt ist, mit dem kann man nichts mehr anfangen.Verinnerlichungsprozesse bewirken, das man am Ende so sein will, wie man sein soll.Wie könnte da eine Person, die dich nicht kennt, dein Leben in Ordnung bringen, bei den normalen Reaktionenhelfen, wenn du mal in Rage gerätst? Sie kann dich nur anschauen, aufputschen oder in Randgruppen abstempeln.Die Ordnung, die vorgibt sie vermeiden zu wollen, braucht Opfer, wie keine andere. Dort sei das Leiden, nicht beieinem selbst. Dort sei die Schuld. In den Randgruppen sammelt sich, was wir verdrängen. Dadurch, dass dieGesellschaft versucht, Opfer zu vermeiden, produziert sie sie. Wenn eine Person jedoch ein anderes Leben braucht,versuchen gewisse Zentren sie mit ihrem Psychoscheiß wieder in "das normale Leben" zu integrieren, in diesekranke Gesellschaft, die sie ja krank gemacht hat und schaffen so Randgruppen wie Obdachlose, Zigeuner, Freaks,Besetzter, Menschen verschiedener Hautfarben und Idealen und wer auch immer nicht ist wie sie.Die Front zwischen Angepassten und Aussteigern ist wichtiger Schauplatz, auf dem die aktuelle gesellschaftlicheKonfliktlage sich darstellt. Bestehen Chancen, dass die verdrängte und die verdrängende Seite sich miteinanderauseinandersetzen und zu einer gemeinsamen Bearbeitung ihrer gemeinsamen Probleme zurückfinden, statt sichweiter voneinander zu isolieren? Eine Illusion, denn das zentrale Problem ist die bankrotte Moral der bürgerlichenGesellschaft. Wer will sich schon den Bankrott nachsagen lassen, denn im Unterschied zum Konkurs ist erselbstverschuldet.
Dazu versucht das System - wie eigentlich jedes - Emotionen zu unterdrücken und nette Psychoscheiß-Arschlöchermachen? ein nettes Geschäft, während viele Menschen wegen politischen Idealen in Gefängnissen sitzen, wegen eineranderen Sicht der Dinge Psychiatrien füllen oder zu Hause unter legalen Drogen stehen ... alles in Ordnung?Wer bei solchem Schwachsinn nicht den Verstand verliert, hat keinen mehr zu verlieren.Aggression ist nur auf der Welt, weil es Unrecht gibt. Dass ein Mensch Wut empfindet, ist der Beweis, das er einGespür für Gerechtigkeit hat und genug Würde, sich nicht mehr alles gefallen zulassen.Letztendlich kann niemand geheilt werden, der nicht schon einen Teil der Heilung in sich trägt.


hirn


Kultur Kitsch ist die beste Avantgarde!

Kunst ist eine Erträglichmachung des Unerträglichen. Kunst ist konstruiert, Kunst ist Schein, Verewigungszwangund Arroganz.
Schluss mit dem Ekel! Zurück zum Bestialischen, Antiästhetischen, zu echter Kommunikation.Kultur ist ein Pfeiler des Hologramms Nationalstaat. Der steht als Verfechter moralisch-ästhetischen Anspruchs inForm von Zensur und Altersbegrenzungen auf total verlorenem Posten. Es gibt nämlich nichts, was es nicht gibt unddie Kunst macht das eigentlich nur sichtbar. Die Realität aber ist ihr immer um einiges voraus. Die aktuelle(postmoderne) Kunst versucht zwar, Authentizität zu inszenieren. Aber Schönheit und Nutzen müssen wirklichzueinander finden. Wenn wir nicht mehr nur die Natürlichkeit in unser Leben integrieren, sondern uns in die Natur,ist das der Untergang der Zivilisation. Lasst uns mit GUTEM Gewissen verdummen!


Liebe oder Sexismus Es gibt ein Ziel, doch was wir Weg nennen ist eigentlich nur Zögern.

Freie Liebe ist ein Ideal. Leider ist es ein Ideal, zu dem nur sehr wenige fähig sind.
Hier können wir leider nicht mehr nur über die Wirtschaft herfallen. Auch wenn im Kapitalismus die Frau immer alsReservearbeitskraft herhalten musste und letztendlich die unbezahlte Arbeit im Haushalt und mit dem Nachwuchsleisten muss und somit auch meistens in die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Typen gerät. Gut, dort hat sich inletzter Zeit etwas geändert. Was das Einbeziehen der Frauen in die Marktwirtschaft betrifft, stieg 2000 dieErwerbsquote von Frauen auf 57,7%. Dieser scheinbare Erfolg ist der Expansion des Dienstleistungssektorzuzuschreiben, in dem 80% der Frauen arbeiten. Dienen also?! Nur Halb so viele Frauen sind in Führungspositionenwie Männer und Karrierefrauen sind angepasste Männer. Es ist naiv zu hoffen, das sich mit erhöhter Erwerbstätigkeitdie patriarchale Rollenzuschreibung langsam auflöst. Geändert hat sich trotzdem nichts an einer generellenBenachteiligung, wie unterschiedlicher Gehälter (ein Drittel weniger als Männer), Arbeitszeiten undArbeitslosenzahlen belegen. Es geht um weit mehr als nur der Trennung von Produktion und Reproduktion. Weltweitwerden jährlich 9 Millionen Frauen Opfer des Frauenhandels. Das ist die Spitze der Ausbeutung der körperlicherArbeitskraft. Sexismus ist immer noch ein ertragreiches Unterdrückungsmittel. Offiziell wurde jede 5. Frau malOpfer "häuslicher Gewalt". Die Dunkelziffer ist krasser.
Welche Frau geht schon zur Polizei, wenn sie von ihrem Partner geschlagen wird? Und doch ist es möglich, mitdirekten politischen Mitteln, außer nur auf die Frauenquote zu pochen, daran zu ruckeln, dass wir in einerpatriarchalen Gesellschaft leben. So typische Methoden wie Frauenkampfsport sind zwar altmodisch, aber wirksam.Würde allerdings die Männerherrschaft nur auf körperlicher wie finanzieller Überlegenheit beruhen, wäre das nocheinfach. Ist aber nicht so. Von der Geburt an wird ein Mädchen geschlechtsentsprechend dazu erzogen,minderwertig, unterwürfig und schuldig zu sein. Seit Generationen wird das so vorgelebt. Wie funktioniert das?Diskriminierende Klischees sind da, um sich als besser darzustellen. Als ein Mittel, Konkurrenz auszutragen.Tatsächlich verfallen wir vor allem dann dem Rollenverhalten, wenn wir uns unsicher fühlen. Es ist vor allem eineFrage des (Selbst-)Bewusstseins, den "kleinen Unterschied" zu übersehen. Viel zu oft wird eine symbiotischeAbhängigkeit als "romantisch", sexistische Witze als "neckisch" und die Unmöglichkeit, nachts alleine auf dieStrasse zu gehen als "biologischer Nachteil" verharmlost.
Der Mann, der wenn das tägliche dahinplätschern zur Normalität geworden ist, gefragt wird, was er vom Lebenversteht, richtet sein Auge auf das Geschlecht der Frau, die in ihren Grundrechten und Lebensraum immer weitereingeschränkt und an den Rand gedrängt wird.
Auch eine Frage der Aufklärung, Sexismus abzubauen? Nirgendwo ist schwerer zu unterscheiden, welches Verhaltenkonstruiert - und daher revolutionär zu dekonstruieren ist - und welches authentisch ist. Es handelt sich schließlichauch um ein Rollenspiel. Wir können auch nicht verschweigen, das Männer und Frauen "natürlich"grundverschieden veranlagt und ausgerichtet sind. Wir müssen trotzdem alles tun, um Klassifizierungen zuvermeiden. Wir sind nicht gleich, aber es ist immer gut, davon auszugehen. Ja, es ist sogar viel, das zwischen unssteht. Weil Sexismusdebatten immer emotionsgeladen sind, haben wir allein hier Statistiken angeführt, um dieSexismustheorie nicht als reine Paranoia zu sehen. Wer ist nicht schon vom anderen Geschlecht enttäuscht undverletzt worden? Daher ist dieses Thema ein gesellschaftliches und politisches Tabu. Da es offensichtlich ja auch umSex ginge. Nicht unbedingt. Nur wenn man dazu neigt, Menschen nach ihren "Funktionen" zu beurteilen.Wir und unsere Begehren wollen nicht weiter eine Welt von romantischen Albernheiten ertragen, die uns immerwieder zu den Naturwerten zurückführen will, zur Hierarchie, zu den Rollen, den sozialen Systemen, der Arbeit, derEntfremdung.
Das ist unsere Revolution: Das andere Geschlecht in sich zu entdecken und zu leben und die Geschlechter zuGunsten der Einheit zu verschmelzen. Es ist unser Begehren, das uns zum Zentrum der Revolution führt: Wirwerden uns in einer völlig künstlerischen Art ein Model von Mann und Frau und Beziehung errichten. Man kannGefühle und Beziehungen erfinden, die Literatur erfindet neue Wahrnehmungsformen, durch die Musik und dasKino haben wir fantastische Ausgangsbedingungen für neue Schöpfungsmöglichkeiten. In diesem Sinne sind wir vielweiter innerhalb des maschinellen Wertesystems, als wir uns das vorstellen können: Die Menschen sind die wahrenSchöpfer. Unsere Forderung lautet, das Unbewusste zu produzieren (Wo ich war, soll Es werden) und eine neueSexualität zu erfinden. Wir müssen eine molekulare weibliche Politik entwickeln, die in die Konfrontationenhineinschlüpft und unter ihnen durch sie durchgeht. Sexualität ist die Produktion von Tausenden von Geschlechtern,die lauter unkontrollierbare Arten von Werden sind. Sie vollzieht sich durch das Frau-Werden? des Mannes, dasMann-Werden der Frau und das Tier-Werden? des Menschen. Die Arten des Tier-Werden? zeugen vor allem voneinem Vermögen, dessen Realität in einem selber liegt, in dem, was uns plötzlich ergreift und uns werden lässt, eineNachbarschaft, eine Ununterscheidbarkeit, die aus dem Tier etwas gemeinsames herauslöst, das mehr ist als jedeDomestizierung, Benutzung oder Imitation: Das Biest.
Freie Liebe - das Wort ist nicht gut gewählt, denn es ist ein Widerspruch in sich selbst. Liebe ist immer frei, da mansie nicht erzwingen kann. Wo die Freiheit in der Liebe aufhört, dort beginnt die Prostitution.Es gibt keine Kastration! Konfrontiere dich mit allen möglichen und unmöglichen neuen Situationen!


Justiz - Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Liebe ist das höchste Prinzip, von ihr muss alle Moral ausgehen. Zu den moralischen Instanzen zählt jene der Justiz,deren Pfeiler Gerechtigkeit sein soll. Daher sollte ein Gericht als dritte, objektive Partei versuchen, die Differenz, diezwischen zwei andere gekommen ist, auszugleichen, anstatt einen Gewinner zu ernennen.Wir fordern fallspezifischere Urteile, keine Pauschalurteile, keine Strafen, die der öffentlichen Abschreckung dienen;keine Bußgeldstrafen (da Geld kein Wert für soziale Verantwortung ist); keine Schauprozesse und Freiheitsstrafennur bei akuter Wiederholungsgefahr. Ansonsten soll es weiter wirken: das Recht des Angepasstesten und das Gesetzt"Wie ich dir, so du mir". Also das teilweise Wiedereinführen der Selbstjustiz als Möglichkeit aussergerichtlicherEinigung.
Deutschland hat eine verhältnismäßig freizügige und pingelig beachtete Rechtsgrundlage.Die Grund- und Menschenrechte zeugen noch von den fortschrittlichen Überbleibseln vergangener Revolutionen.Doch ein Band an Einschränkungen und Ergänzungen machten die Haken daran und von den überschwänglichformulierten Phrasen blieb nur wenig übrig. Mit wirklicher Gerechtigkeit anstelle der heutigen Justiz wäre dieherrschende Elite nicht in der Lage, ungestraft so viele Menschen an den Rand der Illegalität zu treiben. Der größteFeind des Rechtes ist das Vorrecht. Das müssen wir denen nehmen, die damit Missbrauch treiben."Eigentum verpflichtet"? Das ist unserer Grundkonflikt mit dem heutigen Rechtsstaat: Eigentum ist Diebstahl! Wennjemand mehr hat, als er braucht, hat er es den Bedürftigen geklaut.


handschelle


Sicherheit oder Rassismus "Identifizieren sie sich!"
Vor langer Zeit steckten einmal Männer Grenzen in die - doch so runde - Erde. Vielleicht um ihre Herdeneinzuzäunen. Ein Gebiet heisst Deutschland. So ein Quatsch! Wir alle sind nur Gäste auf dieser Erde.Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Unterdrückung, Hunger und Krieg. Der winzige Bruchteil derFlüchtlinge, der an unsere Grenzen kommt, wird hier wie Kriminelle behandelt. Hunderte werden jährlich aus derBundesrepublik in Folterstaaten abgeschoben, wo sexistische, rassistische und politische Übergriffe auf sie warten.In den Tod deportiert. Unermüdlich freie Bewegung von Kapital und Waren erfordert, dass die freie Bewegung vonMenschen über Grenzen hinweg als krimineller Akt gilt.
Die Globalisierung, der größte Betrug der Geschichte der Menschheit, besitzt nun nicht einmal den Anstand zuversuchen sich zu rechtfertigen. Tausende Jahre nach der Erfindung der Worte, und damit des vernünftigenArgumentes, wird die entscheidende Position nun wieder von der Gewalt beherrscht.Wir haben 60 Jahre relativ friedlich auf diesem Kontinent gelebt und das war auch mal schön. Allein unserSelbstverständnis als Teil des internationalen Widerstandes macht die Politik anderer Länder so interessant. Nur ineiner Weltrevolution kann unsere Bewegung wirklich Erfolg haben. Daher ist nur zu hoffen, das unsereimperialistische Ruhe und Ordnung von woanders her erschüttert wird. Eine neue Horde von Nomaden, eine neueRasse von Barbaren wird kommen und ins Imperium einfallen oder es evakuieren. Der zündende Funke aber kanndas Zusammenleben in Deutschland sein. Die Ansicht, alles ohne Gewalt lösen zu können, ist wahrscheinlich einVorgriff in der Entwicklung. Doch seien wir anspruchsvoll!!! Der ewige Frieden ist möglich! Wir glauben nicht,dass wir junge Menschen, die leben wollen, dem zerstörerischen und selbstzerstörerischen Drang, der die Menschheitbefallen zu haben scheint, ins Netz gehen sollten.
Bundeswehr abschaffen, Nato auflösen! Wir lösen Konflikte auf diplomatischem Weg. Auch Drohungen, Sanktionenund Embargos sind keine legitimen, politischen Mittel. Die Anmaßung gewisser westlicher Großmächte, dieRessourcen der ganzen Welt für sich zu beanspruchen, ist absurd. Wir müssen hier auf sogenannte "Interessen"verzichten können, um auf der Welt Frieden zu schaffen. Die Bundeswehr hat sich selbst zur Aufgabe gemacht, "...den Zugang zu den freien Märkten zu sichern" und strukturiert sich zu einer Interventionsarmee um. Das ist absolutwiderrechtlich.
Wir haben durch geografisches Glück keine feindliche Invasion zu befürchten, unsere Sicherheit ist gewährleistet.Eventueller Bedrohung von Außen könnte nur durch inneren Zusammenhalt entgegengetreten werden. DennMenschen?, die gelernt haben, für sich zu sorgen, können nicht mehr beherrscht werden. Menschen, die zur Freiheitstreben, sind unbesiegbar.
Amerika führt Kriege gegen sich selbst und gegen selbstgeschaffene Teufel. Es ist noch jung und geschichtslosgenug, seine Verbrechen zu verdrängen, ohne Albträume zu kriegen. Jedes Land könnte das nächste Opfer sein. DieVereinten? Nationen sind unfähig, das zu erkennen und streiten sich darum, welcher Gerichtshof zuständig ist. Dabeiist offensichtlich, wer heute den Weltfrieden stört. Ya Basta! Es reicht!
Besser, wir unterstützen den aufflammenden internationalen Widerstand, vor allem in Lateinamerika. Schluss mit allder scheinheiligen Entwicklungshilfe und befreien wir Afrika von der Schuldensklaverei! Nochmal zur Definition:Gerechtigkeit ist, wenn jeder so viel bekommt, wie er gibt. Dieser Friedhofsfrieden der Unterdrückung ist keinharmonischer Frieden. Ohne Gerechtigkeit wird es keinen wirklichen Frieden geben, aber ohne Frieden auch keineGerechtigkeit.
Innere Sicherheit ist ein subjektives Gefühl, das etwas mit Grundvertrauen zu tun hat, das Polizei und Militär nichtgeben können. Geborgenheit in der Umgebung ist nur dann möglich, wenn wir die Harmonie mit unserer Umwelt inuns selber finden. Wir sehen in Sicherheitsparanoia und Krieg unser zerrissenes Inneres wiedergespiegelt. EineProjektion? nach, keine Bedrohung von Außen. "Wir" gegen "Sie" - ist ein ewiges Paradox. Die Berliner Mauer istweg, die Sowjetunion ist weg und die Apartheid in Südafrika ist auch weg. Wozu brauchen wir denn noch die ganzenWaffen? Gegen Terroristen mit Teppichmessern?
Wer nicht für uns ist, muss nicht gleich gegen uns sein.
Wir kennen keine Feinde, bauen keine Feindbilder auf, sondern lösen mit Verständnis. OK, einen Feind: Die Angst,auf die das System aufbaut. Von der Angst leben die größten Industriezweige wie Waffen-, Drogen-, Gefängnis- undselbst Medien- Industrie, die die Vergänglichkeit des Momentes nicht ertragen. Ablenkungsindustrie! Bauindustrie:Wozu die dicken Wände? Wogegen Zäune? Türen? Gut, um ehrlich zu sein, haben wir alle Angst. Schlimmer jedochals die Angst an sich, ist die Angst vor der Angst. Wenn du in der Situation bist, gegen sie zu kämpfen. Sie ist dieDiktatur in unseren Köpfen, der Polizist, der verbietet, die Meinung DER ANDEREN ...Was das Leben nämlich so schwierig macht, ist dass der Prozess, sich Problemen zu stellen und sie zu lösen,schmerzhaft ist. Eben darum sind es Probleme. Aus diesem Prozess jedoch gewinnt das Leben seinen Sinn. Es sindkeine Probleme, sondern nur erfahrbare Realitäten.

Wir sehen für den Bürger eine riesen Bedrohung durch die Überwachung und das Waffenmonopol Staat.Deutschland ist zwar eines der sichersten Länder der Welt. Aber um welchen Preis? Systematische, subtile Gewaltist ein wichtiger Pfeiler der kapitalistischen Junta in Deutschland. Der Grossteil der Polizisten ist nur dazu da, uns zuschützen. Aber wer schützt uns dann vor dem Rest? Willkürlicher Machtmissbrauch ist bei physischer Überlegenheit- der einfachsten Art Macht - schon vorprogrammiert.
Damit wir selber Verantwortung über unsere Sicherheit übernehmen: Waffen an alle oder besser an keinen! Denn zurZeit ist Sicherheit unsere größte Gefahr.
Das Chaos wird die Ordnung besiegen, denn es ist besser organisiert.


Wirtschaft Ein jeder arbeite nach seinen Bedürfnissen und nehme nach seinen Möglichkeiten.

Fast jeder Gegenstand, den wir heute benutzten, kann aus Kunststoff hergestellt werden. Die Produktion wird ingroßen Fabriken von Maschinenaufsehern überwacht, deren wichtigste Fähigkeit es ist, ein Leben intensivsterLangeweile zu bewältigen. Solcherart angefertigte Gegenstände erfüllen ihren Zweck fast perfekt. Doch sie sindhässlich. Denn die Schönheit eines Produktes beruht auf der Kombination von natürlichen Materialstrukturen mitdem einzigartigen Können und der liebevollen Bearbeitung durch einen Handwerker.
Wenn alles, was wir machen aber hässlich und langweilig ist, was verdammt, ist dann überhaupt der Sinn desLebens? Gab es wirklich einmal so etwas wie "Lebensqualität"? Könnte es so etwas wieder geben? Das Argument,wir hätten es der Massenproduktion zu verdanken, dass dieser überbevölkerte Planet so viele Dinge besitzt, wirftzwei Fragen auf:
1. Brauchen wir denn wirklich so viele Dinge, wie wir denken? Brauchen wir den ganzen Schrott, der in denKonsumtempeln lauert? Der macht nicht glücklich und bringt uns nicht dem näher, was man als sinnvolles Lebenbezeichnet. 90% werden bald auf der Müllkippe landen und damit beweisen, dass ihre Herstellung überflüssig war.2. Ist es unbedingt nötig, in Massenproduktion hergestellte Sachen zu kaufen, wo doch in Deutschland dieBevölkerung in zunehmenden Maße arbeitslos ist?
Das Problem der Arbeitslosigkeit ist also keines der Armut, sondern der Sinnlosigkeit. Denn um ehrlich zu sein, gibtes ja genug zu tun. Oder nicht? Arbeit aber als Selbstzweck oder notwendiges Übel zu betrachten, führt unhinterfragtdazu, die Krise der Arbeitsgesellschaft auf den Mangel an Arbeitsplätzen und nicht etwa auf das Arbeitsverhältnis ansich zurückzuführen. Der Arbeitsbegriff, dessen INHALT industrielle Tätigkeit ist, der FORM nach Erwerbsarbeitnach Regeln des so genannten Normalarbeitsverhältnisses, dessen WERT in Produktivität liegt und dessen SINN aufpermanentes Anheben des Lebensstandards fixiert ist, führt in eine Sackgasse. Dieses Gebilde, das wir Marktnennen, ist zwischen Produzenten und Konsumenten gewachsen wie ein irres Geflecht. Seine Wurzeln liegen imPrinzip des Tausches nach Gleichwertigkeit. Der Gedanke, alle Dinge und Tätigkeiten, die unser Leben bestimmen,ließen sich in Geld ausdrücken, d.h. sich in ein messbares, scheinbar objektives Verhältnis zueinander setzen, istgenauso wahnwitzig, wie seine Folge, nun (fast) die ganze Welt in ein Arbeitslager verwandelt zu haben. Man kannkeine Gesellschaft entwerfen, die sich lediglich auf Produktions- und Wertverhältnissen und auf Marktbeziehungengründet.
Es gibt im Kapitalismus keine Produktion von Wünschen, Gebrauchswerten und Marktwerten, die nicht mit dertechnischen Produktion verknüpft wäre (Übercodierung). Selbst einen Mann oder eine Frau begehrt man nie alsnatürliches Modell, sondern immer in Interaktion mit kulturellen Modellen, wie sie von Presse, CD oder Fernsehenverbreitet werden. Die Produktion muss also nicht nur Gebrauchswerte integrieren (wie die ökologischen undsozialen Überlegungen am Anfang des Kapitels fordern), sondern die Produktion muss auch Wunschwerteintegrieren. Unsere Wünsche werden Produkte. Dem Wunsch aber fehlt es an nichts, auch nicht an seinemGegenstand. Es ist das Subjekt, das den Wunsch verfehlt. Oder es fehlt ihm ein feststehendes Subjekt (das nur kraftRepression existiert). Eine besondere Existenzform, die psychologische Realität genannt werden kann, gibt es dabeinicht. Das objektive Sein des Wunsches ist das Reale an sich. Gier ist der Versuch, die eigene Unvollkommenheitauszugleichen. Nicht Mangel, sondern Angst vor Mangel ist der Motor zu neuen Anschaffungen wie zur Maloche.Dabei gibt es so viel bekloppte Jobs.
Aber angekurbeltes Wachstum fragt nicht danach, ob es sinnvoll ist. Und so gibt es Phänomene, wie Produkte, dieabsichtlich mit Fehlern ausgestattet sind, damit sie nach Ablauf der Garantie schnell kaputt gehen oder solche, diesogar jeglichen Zweck entsagen, wie Nahrung, die nicht nahrhaft ist. Oder Projekte, die eigentlich nicht so nötigsind, sondern nur "auf Pump" das Wachstum ankurbeln sollen, wie Autobahnen ...
In den Städten bedienstleisten wir uns alle nur noch gegenseitig zu.
Schnell erfand man viele neue Produkte für all die Menschen. Nun erfindet man neue Menschen, denen suggeriertwird, welche Produkte sie noch bräuchten.

Denn die Zins- und Marktwirtschaft muss - um zu überleben - im Wachstum sein. Ständig!Doch langsam sind alle (materiellen!) Bedürfnisse und Scheinbedürfnisse (ersatz-) befriedigt, der Markt übersättigt,die Straßen planiert, die Autos getankt. Überproduktion wird zu einem ernsten Problem heute. Denn "Autos kaufenkeine Autos". Wir haben heute weitaus mehr Autos als Führerscheine.
Wenn es so weitergeht, wie es weiter geht, hat das System noch eine Chance durch das, was in der Wirtschaft"Produktive Zerstörung" genannt wird. Nämlich Krieg. Auf Krieg beruht unsere Zivilisation. Krieg vernichtetüberschüssig angehäuftes Kapital. Krieg schafft neuen Bedarf. Nach Krieg fängt alles wieder von vorne an. Das istdie Stärke des Kapitalismus und auch sein Vorsprung vor dem Realsozialismus gewesen: Gerade aus Zerstörung undTot noch Profit zu schlagen. Und er bedient sich diesen Mittels immer öfter. Die Soldaten an der Front haben nichtmehr Schuld an einem Krieg als jeder Einzelne von uns.
Die Globalisierung zeigt: Alles hängt zusammen. In einem natürlichen System jedoch wirkt ein Wachstum immerauf seine Ursache zurück. Ein Beispiel also, was Natur bedeutet: Jagen Wölfe Hasen, können sie sich vermehren, bisdie Hasen weniger werden und dann auch wieder die Wölfe. So können die Hasen sich wieder regenerieren ... Aberunser Finanzsystem ist leider nicht natürlich. Das einzige Gesetz, dem Wachstum unterworfen ist, ist das Wachstumselbst. Das Problem ist nicht nur, dass Kapitalisten keine natürlichen Feinde haben, sondern der Druck nachständigem Wachstum, der hauptsächlich von den alles verschlingenden Zinsen ausgeht, die getilgt werden wollen.Jeder, der weniger als 35.000 € gut angelegt hat, gehört zu den Verlierern dieses Spiels, da man über Mieten ca 70%Zinsen und beim Einkaufen am Preis 30-40% Zinsen mitbezahlt. Also mehr, als man an Zinsen verdienen kann.Wenn heute alle Schuldner ihr Geld zurück wollten, wäre das System schon am Ende, da mit Schulden undHypotheken spekuliert wird.
Geld ersetzt zwar Zuneigung, Dank, Anerkennung und alle Arten sozialer Verantwortung. Gedacht war es aber nurals Tauschmittel und nicht als Aufbewahrungsmittel (das Aufblühen und Verfallen ganzer Kulturen hängt mit diesemGrundsatz zusammen) Eigentlich ja keine schlechte Idee. Aber: Fast alle Dinge auf der Erde verlieren mit der Weilean Wert. Anders als die Dinge, dessen Wert es darstellen soll, ist Geld von diesem Gesetz der Zeit ausgeschlossen.Dadurch ist man nicht gezwungen, es zu gebrauchen und kann Menschen, die keines haben, beim Leihen Zinsenzahlen lassen oder drückt die Preise, wenn sie etwas verkaufen wollen. In keiner Form ist Habgier so verlockend undso einfach mit Notwendigkeit zu rechtfertigen. Geld ist zwar Zeit. Geld ist auch Macht. Geld hat aber keinenmateriellen Gegenwert in der Realität. Devisen sind fiktiv. Die Währung eines Landes hat nichts mit seinerVolkswirtschaft zu tun. Geld ist mit nichts zu vergleichen. Geld wird einfach nur gedruckt. Es erhält seinen Wert nurdadurch, das wir es benutzen. Wie so viele Dinge, die wir stillschweigend akzeptieren, nur weil wir keine Alternativekennen und nicht wissen, dass wir eine Wahl haben.
Was tun? Man könnte unser Raumschiff Erde mit einem Schiff vergleichen, das ein Leck im Bauch hat, durchwelches ständig Wasser eindringt. Auf unterschiedlichste Weise versucht die Besatzung, sofern sie die Gefahrüberhaupt wahrnimmt, ihr zu begegnen. Die Einen (der rechte Flügel, vermutlich in Kenntnis der Zusammenhänge)empfehlen, die Fahrt zu beschleunigen (Wirtschaftswachstum ankurbeln, Mensch und Natur weiter ausbeuten) dieanderen (die reformistischen Linken, mitfühlend, vermutlich unwissend der Zusammenhänge) fordern anklagend,möglichst viel Wasser aus dem Schiff zu schöpfen (Notlinderung). Ganz einfach das Loch zu stopfen - eine vomKapitalismus befreite Wirtschaft - fordern nur wenige, aber seit Jahrtausenden beharrlich.Es gibt nur diese 3 Wege:
-Entweder mit hohem Wachstum die ökologische Krise
-Sonst erleben wir mit niedrigem Wachstum die soziale Krise
-Oder aber wir ändern etwas grundsätzlich am Zins- und Geldsystem.
Es ist nicht nur absolut angesagt, jegliche Art Zinsen abzuschaffen, wo es auch andere Druckmittel gibt, um dieZurückzahlung konstruktiver Kredite zu erzwingen. Weil schnell umlaufendes Geld dieselbe wirtschaftliche Positiv-Wirkung? hat, wie eine doppelt so große Menge, die nur halb so schnell umläuft, müsste Geld also altern, an Wertverlieren, um einen anderen Anreiz als Zinsen dazu zu bieten, es schnell zu gebrauchen.Hier die Theorie: Person "A" stellt etwas her, das den Bedürfnissen von Person "B" dient. "B" erhält dieses Gutallerdings nur, wenn sie "A" etwas Gleichwertiges dafür gibt. (Wobei "Gleich" ja die Frage ist) Und genau daraufkommt es "A" an. Ihr dient ihr eigenes Produkt nämlich nur als Mittel, mit dem sie es auf das Produkt von "B"abgesehen hat. Aber nicht nur das eigene Produkt wird zu einem bloßen Mittel herabgesetzt. Dasselbe passiert auchmit den Bedürfnissen des jeweiligen Tauschpartners (vom Handel ganz zu schweigen). Zum Mittel machen heißtversachlichen. Da fängt`s schon an, seinen Nächsten herabzusetzen, die Welt nur zur Befriedigung der eigenenBedürfnisse zu sehen.
Anders aber ist es bei Geschenken. Die Freude der Befriedigung - ein wilder Instinkt - ist ungezügelt vom Egonämlich unvergleichbar intensiver als der zahme Instinkt der Befriedigung an sich. Ihr Grund ist, der Feind gewordenzu sein, der uns von den vielen Möglichke